Der Moosgucker

Der Moosgucker

Wer den Moosgucker trifft bei Tageslicht,
ist zumindest gewarnt, denn nachts sieht man ihn nicht.
Feige ist er, hässlich und dürr,
versteckt sich gerne im Pflanzengewirr.
Auch mächtige Krieger und Helden erschrecken,
wenn sie Moosgucker im dunklen Wald entdecken.
Halb Tier, halb Pflanze – von schlechter Natur.
Entkommen kann man ihm eigentlich nur
mit Fackel, Streitaxt, Schwert oder Lanze.
Ansonsten hat man gar keine Chance.

Und hast du dich gerade vom Schrecken erholt,
hat Moosgucker schon weit ausgeholt.
Er packt dich mit seinen langen Klauen
und zwingt dich, ihm in die Augen zu schauen.
Er genießt, wie du dich vor Schmerzen windest,
wie du keinen Griff, keinen Halt mehr findest.
Da liegst du nun verstört und verdreckt,
mit allen Kräften zu Boden gestreckt.
Der Moosgucker tötet mit Hinterlist
noch bevor das Gedicht zu Ende ist

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.